Kinder von Hoy. Freiheit, Glück und Terror

Lesung und Gespräch

Angebotsort

Frauenkultur Leipzig, Windscheidstr. 52, 04277 Leipzig

Angebotszeiten

Di, 02. 12. 2025, 19:00

Kosten

Eintritt: nach Selbsteinschätzung

weitere Infos / Anmeldung

Hoyerswerda – einst DDR-Musterstadt, in der morgens die Eltern in Schichtbussen davonrollten und die Kinder in einem Kol-lektiv aufwuchsen – erlangte durch die rassistischen Ausschreitungen 1991 traurige Berühmtheit. In ihrem dokumentarischen Roman (erschienen 2021, Hans-Fallada-Preis 2024) verschränkt Grit Lemke die Stimmen der Kinder von Hoy zu einer mitreißen-den Oral History und gibt einer Generation Gehör, für die „Traum und Trauma“ dicht beieinanderlagen. Sie versammelt Gesprä-che mit Freund:innen und Familie und erzählt von ihrem eigenen Leben als Teil einer proletarischen Boheme um Gerhard Gundermann, die sich nachts im Kellerclub trifft und tagsüber malocht. Als nach der Wiedervereinigung Neonazis das erste Pogrom der Nachkriegszeit verüben, bleibt die Kulturszene tatenlos. Danach ist nichts mehr, wie es war. „Eines der besten Bücher über den Osten“ (mdr) Bestseller in FOCUS, stern & Börsenblatt, SPIEGEL-Bestseller. GRIT LEMKE, geb. 1965 in Spremberg; aufgewachsen in Hoyerswerda; Studium der Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literatur in Leipzig, 1999 Promotion an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 1991 arbeitet sie für Filmfestivals, langjährig für DOK Leipzig, bis 2017 dort Leiterin des Filmprogramms. Beim Film-Festival Cottbus bis 2022 Leitung der deutsch-sorbischen Sektion „Heimat | Domownja | Domizna“. Ihre Arbeiten u.a. 2019 „Gundermann Revier“ Kinodokumentarfilm, Regie (Grimme Preis Nominierung); 2023 „Bei uns heißt sie Hanka/Pla nas gronje jej Hanka/Pola nas rěka wona Hanka“ (Kinodokumentarfilm, Regie)

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