Auf Spurensuche zwischen Musik, Gesellschaft und Frauenbewegung
Leipzig – Musik- und Messestadt – war im 19. Jahrhundert auch ein Zentrum der frühen deutschen Frauenbewegung. Hier wurde 1865 der Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF) gegründet. Und hier wirkten zwei herausragende Frauen, die beide 1819 in Sachsen geboren wurden:
Clara Wieck, gefeierte Klaviervirtuosin und Komponistin.
Louise Otto-Peters, Schriftstellerin, politische Publizistin und Mitbegründerin des ADF.
Beide Frauen entstammen gutbürgerlichen Verhältnissen, beide lebten auf ihre Weise emanzipiert – doch wie sah diese Emanzipation konkret aus? War Clara Schumann eine Vorkämpferin für Frauenrechte? Oder lebte sie ein emanzipiertes Leben eher trotz der gesellschaftlichen Umstände?
In dieser dialogischen Führung mit Workshopanteil analysieren die Schüler*innen Originalquellen wie Briefe, Zeitungsausschnitte und Biografien – und erarbeiten sich selbst eine Position zu ausgewählten Leitfragen.
Inhalte:
- Einführung in Leben & Werk von Clara Schumann
- Kontext: Leipziger Frauenbewegung & Louise Otto-Peters
- Quellenarbeit mit Briefen & Zeitungsartikeln (Primärquellen)
- Reflexion über gesellschaftliche Rollenbilder im 19. Jahrhundert
- Diskussion & Positionierung zur Leitfrage
Warum dieses Format?
Das Format verbindet musikalische Biografieforschung mit der Geschichte der deutschen Frauenbewegung – und lädt Schüler*innen dazu ein, aktiv historische Positionen zu hinterfragen. Mit Hilfe von Primärquellen entsteht ein reflektierter Zugang zu Clara Schumann als möglicher Rollenvorbild zwischen Kunst, Familie und gesellschaftlicher Konvention.
Rahmenbedingungen:
- Zielgruppe: ab Klasse 9
- Ort: Schumann-Haus Leipzig
- Dauer: 90 Minuten
- Fächerbezug: Geschichte, Deutsch, Musik, Ethik, Gemeinschaftskunde


